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Canon EF 100-400 IS im Test Drucken
Donnerstag, 20. September 2007

Suche nach dem perfekten Teleobjektiv

Artikel EF100400.jpg Alle möglichen Teleobjektive habe ich ausprobiert. Angefangen mit dem Canon EF 75-300 EF. Erfahrung gesammelt und dann zum äußerst guten Canon EF 70-200L gewechselt. Keines der Teleobjektive erfüllte aber meine Anforderungen - leider. Was jedesmal fehlte was ein Bildstabilisator, große Öffnung (viel Licht) und eine wirklich hohe Brennweite. Nur beides zusammen ist bei Canon nur für viel Geld zu bekommen.

Für den Amateur gibt es nur eine Wahl aus der Reihe der EOS Objektive: Canon EF 100-400 IS L. Zwar muss man ziemlich lange auf solch ein Monster sparen, aber es lohnt sich vollkommen. Für meinen Einsatzzweck gibt es kein besseres Teleobjektiv.

Schärfeleistung

Beeindruckende Schärfe! Man sieht sofort, dass man ein hochwertiges Objektiv benutzt. Bei meinen Siemesstern Test hat sich der objektive Eindruck in Zahlen gezeigt. Der Bildstabilisator sorgt dafür, dass man im Grunde kein Stativ mehr benötigt! Das ist ein riesen Vorteil, da ich nur ungerne das schwere Stativ überall hin schleppe.


IS

Der IS ist perfekt - da ich fast immer freihand fotografiere ist er Pflicht. Er funktioniert gut und schenkt dem Fotografen merkbar mehr Licht. Ich komme bei kritischen, hektischen, dunklen Situationen nun endlich gut klar. Den IS in Mode 2 ist besonders geeignet für sog. Mitzieher. Es wird nur in der vertikalen Achse korrigiert. Somit kann z.B. im Rennsport ein optisch reizvoller Mitzieher Effekt erziehlt werden. Mode 2 funktioniert sehr gut - nur der Fotograf muss den Mitzieher auch beherrschen, was nicht so einfach ist. 

Schiebezoom

Der Schiebezomm ist, wenn man sich einmal dran gewöhnt hat, eine starke Sache. Die Klemme wird gelöst und schon kann die Brennweite durch einfaches Schieben oder Ziehen am Objektiv-Tubus verstellt werden. Schnelligkeit ist Trumpf in vielen Situationen! Das 100-400 ist so aber auch eine ziemliche "Luftpumpe" - es saugt relativ viel Luft ein und aus. Die Folge sind Staubkörner hinter der Linse. Dies konstruktiv bedingt normal und stört nicht. Ein Staubkorn hinter der Linse taucht nicht auf dem Chip auf, da es deutlich vor der Brennebene liegt.

Stabilität

Die Kombination aus EOS 350D und EF 100-400 IS L ist ausreichend stabil. Die EOS 350D besitzt zwar "nur" einen Kunststoffbody aber die innneren Werte überzeugen mit einer Metallstruktur. Deswegen kann das schwere EF 100-400 auf an einer leichten EOS 350D nicht ausreißen! Ich trage die Kombination immer so, dass ich sie an der Stativschelle des EF 100-400 Objektivs halte. Dabei steht das Objektiv fast senkrecht - die Kamera liegt quasi oben auf.
So kann dann definitiv nichts passieren.

Gewicht

Das "Kanonenrohr" EF 100-400 ist tatsächlich mit seinen ca. 1,4kg nicht gerade leicht. Aber auch nach zwei Stunden im Einsatz ist dieses Gewicht noch gerade in Ordnung. Die mitgelieferte Stativschelle habe ich durchgehend am Objektiv befestigt. Sie ist sehr hilfreich um das Teleobjektiv angenehm zu halten - auch im Hochkantformat. Linke Hand an der Stativschelle, rechte Hand an der EOS 350D - absolut praktikabel.

Verarbeitung

Verarbeitung ist "göttlich" - perfekt. Die L Serie der EOS Objektive hat den Anspruch, besonders gut verarbeitet zu sein. Ich kann das an Hand des EF 100-400 IS L Teleobjektivs absolut bestätigen!

Fokusbereichtverstellung

Die Verstellung des Fokusbereichs ist sehr sinnvoll - der AF hat somit eine geringere Entfernung zurückzulegen und ist damit schneller. Man sollte daran denken, diese Funktion sinnvoll zu nutzen. 


Konverter - 800mm Brennweite?

Kenko 1,5 SHQ - Brennweite: 150-600mm

Absolut brauchbar - AF funktioniert immer - Die "Dranschrauben oder nicht Dranschrauben"-Frage ist aber abhängig vom verfügbaren Licht - Lichtverlust 1 Blende.

Kenko 2,0 Pro - Brennweite: 200-800mm

Nicht wirklich brauchbar - erkennbarer Quali Verlust - AF nur mit abgeklebten Kontakten - dann aber nur bei viel Licht - Treffsicherheit nicht gut! eine große Luftpumpe ist, die gern mal ein Staubkorn ansaugt muss man sich gewöhnen. Staub hinter der Linse ist ja auch unkritisch.

Konverter: ja oder nein?

Bei dem Teleobjektiv 100-400 IS L von Canon ist die Frage nach einem Konvertereinsatz berechtigt. Ein Konverter macht nichts weiter, als einen Ausschnitt aus dem Bild zu vergrößern. Dessen Einsatz ist also nur dann sinnvoll, wenn das Objektiv noch Leistungsreserven in Sachen Schärfe bietet! Der Einsatz eines Konverters macht nur Sinn bei viel Licht und bei speziellen Fotomotiven. Manchmal ist er die Rettung, meist ist er kontraproduktiv.  

Konverter -Testaufnahmen

ImageImageImage

Die effektive Brennweite beträgt hier jedes Mal 400mm. Die Blenden sind F8, F6.3, F8 von links nach rechts. Sehr schön kann somit gezeigt werden, dass der Kenko 1,5 fach Konverter das Bild nicht merklich verschlechtert.

ImageImageImage 

Hier wurde ganz simpel vorgegangen. Bild 1: 400mm Brennweite ohne Konverter, Bild 2: 600mm Brennweite mit Konverter 1,5x, Bild 3: 800mm Brennweite mit Konverter 2,0x. Fazit: Der 2fach Konverter am Canon 100-400 IS L macht leider überhaupt keinen Sinn! 

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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. Juni 2008 )
 
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