Wie es zur DSLR kam
Erst 2005, nach
langer Zeit mit meiner Canon S30, kam die Idee endlich
in die DSLR Fotografie einzusteigen. Skepsis war
angebracht, da die hohen Anschaffungskosten nicht unbedingt auch
einen entsprechenden Mehrwert bringen - so die Vermutung. Nach dem
Start mit der Canon EOS 300D begann das ständige
Umbauen und Ändern der Ausrüstung, bis ich nun endlich
bei der für mich perfekt geeigneten Ausrüstung angekommen bin.
Der gesamte Prozess wurde nicht durch
Foto-Testzeitschriften oder ähnliches geleitet, sondern
durch eigene Erfahrungen mit dem Material.
Mir zeigten
die ersten Monate, dass die Spiegelreflexfotografie nicht nur
technisch bessere Bilder und viel größere Möglichkeiten
bietet sondern auch ein großes Stück Liebe zur Technik
dabei ist. Man kann eine handliche S60 nicht mit einer
EOS300D vergleichen. Beide haben ihren Einsatzbereich.
Jeder Interessierte
sollte sich klarmachen, dass eine DSLR auch einige
Pflichten & Zusatzaufwand mit sich bringt:
-
deutlich höheres Gewicht und die notwendigen
Transportmittel fürs Material
-
Wechseln von
Objektiven, welches schnell und sicher, schadlos geschehen muss
-
Ziel für
Überfälle in großen belebten Städten, falls man sein Material
nicht etwas versteckt
-
teilweise
hohe Empfindlichkeit der Gerätschaften
-
hoher
Ausrüstungswert
und damit der notwendige vorsichtige Umgang mit dem
Material & empfehlenswerter Weise eine Versicherung.
-
Teilweise geringe
Toleranz von Mitreisenden gegenüber der etwas
zeitaufwändigeren DSLR Fotografie
-
Säubern von
Linsen und Kamerachip sind mit größter Vorsicht
durchzuführen!
Dies ist nur
eine sehr kurze Auswahl von wichtigen Faktoren, welche aber,
angesichts des großen Spaßes an der DSLR Fotografie, schnell in Vergessenheit
geraten.
Wichtig für
das unbeschwerte Reisen war mir die perfekte
Transportmöglichkeit für die Ausrüstung. Zum einen habe ich einen Tamrac
Expedition 8 wo die gesamte Ausrüstung hineinpasst. Zum
anderen habe ich mir ein Tamrac Gurt zusammengestellt,
an den ich die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände hängen
kann. Dies ist optimal für reine Fotoexkursionen
außerhalb von großen Städten. Zuletzt habe ich einen
relativ kleinen Tamrac Cyberpack den ich für Städtetouren
verwende. So versuche ich meine Ausrüstung vor etwas zu
neugierigen Augen zu schützen - und von denen gibt es
mehr als man denkt.
Damit verbunden ist
der Aspekt der Versicherung. Da ich mir jeden Cent für
die Anschaffung des EOS Systems zusammengekratzt habe,
wäre es natürlich eine Katastrophe, wenn etwas geklaut,
etc... würde. So habe ich mich nach längerer Recherche
für P&P in Hamburg entschieden. Dort ist nun alles
gegen einen überschaubaren Obolus für jeden denkbaren weltweiten
Schaden versichert - auch gegen die Beschädigung durch
eigene Unvorsichtigkeit. P&P vermittelt übrigens nur
dieses Versicherungsprodukt. Eine andere meist große
Versicherung wickelt die anfänglichen Formalien ab. P&P
bleibt dennoch der Ansprechpartner im Fall der Fälle. So
reist und lebt es sich mit einem guten Gefühl...
Die Kamera
Nachdem ich
ca. 2 Monate mittels der EOS 300D in die DSLR
Fotografie eingestiegen war, machte ich auch
schon das Upgrade auf die nagelneue EOS 350D.
Erst zu diesem Zeitpunkt begriff ich,
dass die neue Kamera einige für mich sehr
nützliche Funktionen mitbringen würde.
Nein, nicht die 8
Megapixel waren ausschlaggebend für den Wechsel, sondern
die damit verbundene kleine Pixelgröße, die mir in der
Astrofotografie immense Vorteile bringt (siehe
Teleskopinformationen). Zudem waren alle
Langzeitaufnahmen mit der 300D durch ein übermäßiges
Ausleserauschen fast unbrauchbar - die 350D fertigt automatisch Darkframes
an und subtrahiert diese vom
Rohbild. Hotpixel und Ausleserauschen haben dann keine
Chance. Ein dritter Vorteil: das merklich geringere Gewicht der
Kamera. Da das ETX Teleskop nicht gerade stabil
ist, war die 300D so gut wie
gar nicht am ETX zu gebrauchen. Nun habe ich
deutlich weniger Probleme.
Für
die "terristrische" Fotografie stellten sich ebenfalls
starke Vorteile heraus. Die Bedienung ist nun deutlich
besser sowie schneller. Der Kameraprozessor arbeitet massiv
schneller und ermöglich so rasant durchführbare Bildkontrolle und
höhere Serienbildgeschwindigkeit in jpg und RAW. Der Autofokus arbeitet
auch in sehr dunklen Umgebungen zuverlässig. Zudem sind die
Spiegelvorauslösung und der zweite Verschlussvorhang als
absolut wichtige Funktionen hinzugekommen. Die häufige
Kritik am neuen Gehäusematerial kann ich nach
einiger Zeit der Praxiserfahrung nicht mehr
nachvollziehen. Mit einem normalen Mikrofasertuch ist
jeder Schmutz sofort wieder weg. Der Vorteil im rauen Material liegt meiner Meinung nach darin, dass
Schweiß schneller verdunstet und die Kamera griffiger
ist.
Absolute Pflicht ist
der Batteriegriff, ohne den ich, auch mit nicht allzu
großen Händen, kaum fotografieren kann. Die 350D ist
eben ein ganzes Stück kleiner als die 300D.
Das mitgelieferte
Kitobjektiv ist meiner Meinung nach gut - interessant
ist der duchgeführe Schärfetest ganz unten auf der
Seite. Hier sieht man die leistungstechnischen
Unterschiede zu teureren Objektiven. Mittlerweile habe ich das
Kitobjektiv nur noch selten im Einsatz, da ich als "Immerdrauf"
mehr Zoomspannweite haben wollte. Außerdem bin ich ein
absoluter Fan vom Bildstabilisator IS geworden. So kommt
das Kit zur Super Makro Fotografie mit Retro Adapter zum
Einsatz. Nähere Infos zu diesem Thema gibt es auf
Traumflieger.de, der fachlich heiß diskutierten Seite ;)
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