Canon EF 28-135 IS
Nach
einigen Ausflügen mit meiner damals neuen Ausrüstung
stellte ich fest, dass das Kitobjektiv zwar gut
arbeitete, mir aber zwei Eigenschaften fehlten: mehr
Zoomweite und ein Bildstabilisator für schlechte
Lichtverhältnisse. Nach intensiver Recherche im
DSLR-Forum kam ich dann auf das Canon 28-135, welches
von seiner optischen Leistung hoch gelobt wird.
Leider war mein erstes Exemplar eine ziemliche Gurke
(siehe unten: weiche Zeichnung unter F8). Ich musste
es umtauschen - die Serienstreuung hatte ein erstes Mal
auch mich erwischt.
Das zweite Exemplar ist nun absolut
zufrieden stellend. Auch die
Offenblendleistung ist nun gut genug. Abblenden bringt einen sichtbaren Schärfezuwachs bis hin
zu F7.1, so meine Erfahrungen. Auch schon F5.6 ist in
der Praxis genug um eine sehr gute Schärfe zu bekommen -
die Messwerte (unten) zeigen die theoretischen Werte und
sind sicherlich noch etwas genauer.
Der
Brennweitenbereich ist für mich sehr geeignet, da ich
mein großes, schweres Tele nicht immer dabei haben möchte
und haben kann. Das Immerdrauf steigt mit 135mn maximaler
Brennweite schon genügend in den Telebereich ein.
Dagegen ist die Linse im Weitwinkelbereich mit minimal
28mm nicht gerade stark. So muss ich häufig das Objektiv
gegen mein EF-S 10-22 wechseln um weitwinklig zu
fotografieren. Wegen der tollen Abbildungsleistung
dieses Weitwinkelobjektivs erfolgt der Wechsel aber
gerne.
Die
nahe Zukunft wird zeigen mit welchen Brennweiten ich am
liebsten fotografiere. So kann ich sehen ob mein
Brennweitenloch von 22mm bis 28mm wirklich problematisch
ist. Ich vermute nicht.
Das
EF 28-135 IS besitzt wie schon erwähnt einen
Bildstabilisator. Dieser besteht aus einer Linsengruppe
welche beweglich und steuerbar im Strahlengang sitzt.
Dadurch können Verwackelungen zum großen Teil auskorrigiert
werden. Besonders zu gute kommt der IS am langen Brennweitenende der Linse und bei schwierigen
Lichtverhältnissen. Nach anfänglicher Skepsis will ich
ihn nicht mehr missen!
Zu
guter Letzt möchte ich noch die massive Bauweise dieses
Objektivs erwähnen. Es vermittelt durch sein hohes
Gewicht das Gefühl von Stabilität und ist ebenso
verarbeitet. "Leider" hat sich die Robustheit schon in
der Praxis bewähren müssen: Hektischer Wechsel, Objektiv
rutscht aus der Hand, fällt auf Schotter. Zum Glück ist
nichts (!) kaputt gegangen - ich habe es ausgiebig
getestet. Somit ist das Immerdrauf um ein vielfaches
stabiler als das Ultra Weitwinkel (siehe unten).
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