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Seite 1 von 2 Die Fotofilter-Frage
Fotografische Filter holen manchmal erst das volle Potential
aus einer Situation / einem Motiv heraus. Es gibt hunderte Filter zum
Aufschrauben auf die jeweiligen Objektive. Da bleibt die Frage nach dem Sinn
und dem Einsatzzweck. Welchen Filter sollte man sich kaufen? Welche Filter kann
man sich sparen? Welche Möglichkeiten bietet die digitale Bildbearbeitung? Behandelt werden Polfilter, Farbfilter im Allgemeinen, Graufilter und Sternfilter.
Polfilter - Die Geheimwaffe
Der wohl mitunter wichtigste Filter ist der Polfilter. Es
gibt ihn in verschiedensten Ausführungen. Die wohl beste Version ist die zirkulare
Käsemann Ausführung. Die Frage nach dem perfekten Polfilter, besonders in
Foren, geht meist auf genau diese Ausführung hinaus. Ich selbst kann diese
Einschätzung nur untermauern.
Der Polfilter ist zum einen in der Lage Reflexionen aller
Art zu eleminieren. Eine herausragende Eigenschaft, die mit keiner
Bildbearbeitungssoftware zu ersetzen ist. Möchte ich zum Beispiel die Auslagen
hinter einem Schaufenster fotografieren, habe ich häufig Reflexionen in der
Schaufensterscheibe. Ein Polfilter eleminiert dieses Problem mit Leichtigkeit.
Zum anderen kann ein Polfilter dazu eingesetzt werden, das Himmelsblau deutlich
zu verstärken. Ein kräftiger, blauer Himmel macht sich immer gut!
Der Polfilter ist leicht zu bedienen. Einmal auf das
Objektiv aufgeschraubt, wird das Motiv durch den Sucher anvisiert und der
Polfilter gedreht. Dieser besteht aus zwei Folien, welche gegeneinander
verdreht werden können. Daraus resultiert der Filtereffekt für polarisierte
Lichtwellen.
Es ist jedem, der noch keinen Polfilter in seiner Fototasche
hat, sehr zu empfehlen diesen einmal beim Händler des Vertrauens
auszuprobieren. Der Polfilter, besonders für große Filterdurchmesser, ist mit
teilweise über 100€ zwar nicht gerade billig, aber aufgrund seiner
Eigenschaften eigentlich Pflicht für jeden Fotografen.
Redenhancer und andere Farbfilter
Der Redenhancer ist ein sehr gutes Beispiel für Farbfilter.
Seine Funktion ist nichts weiter als das er rotes Licht leicht verstärkt. Ein
Beispiel gibt es auf nebenstehendem Bild. Er ist damit aber auch ein Synonym
für die fragwürdige Sinnhaftigkeit von Farbfiltern im Zeitalter der digitalen
Bildbearbeitung. Ich habe ganz zu Anfang meiner DSLR Erfahrungen diverse
Farbfilter gekauft. Ein Fehler wie sich herausstellte. Zu nennen sind neben dem
Redenhancer, Farbverlaufsfilter unterschiedlichster Ausprägung und UV Filter.
Farbfilter kosten Geld und füllen die Fototasche. Ein modernes
Bildbearbeitungsprogramm beherrscht die Fähigkeiten von Farbfiltern aber mit
Leichtigkeit. So kann ich nur empfehlen, das Geld statt in echte Fotofilter, in
eine gute Bildbearbeitungssoftware zu investieren. Diese ist einfach deutlich
flexibler und ermöglicht ein simples, leichtes Try and Error Verfahren auf der
Suche nach dem perfekten Bild.
Es gibt eine Reihe von Filterpaketen für gängige
Bildbearbeitungsprogramme wie zum Beispiel Adobe Photoshop.
{mosgoogle}
Sternfilter - strahlend gemacht
Ein Sternfilter wiederrum kann mit einer Software nicht so
leicht simuliert werden. Hier macht es Sinn sich einen solchen Filter zu
kaufen. Der Sternfilter bricht das Licht von Lichtquellen in Strahlen und macht
so manchen Objekt damit zur echten Attraktion. Es gibt Sternfilter mit drei,
vier, sechs und acht Strahlen. Am besten man probiert diese Ausführungen erst
einmal aus und entscheidet sich dann für das reizvollste Strahlenmuster.
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