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Seite 1 von 2 Lebensdauer - Anzahl der Kamera Auslösungen
Bekanntlich ist die Lebensdauer von Spiegelreflexkameras begrenzt. Das kritische Verschleißteil ist der Verschluss. Der Verschluss ist sicherlich bewusst von Canon auf eine definierte Lebensdauer konzipiert worden. Steigt man in der Canon Modell Hierarchie auf, steigen auch die maximal mögliche Anzahl an Auslösungen – also die Lebenszeit der DSLR Kamera. Bleibt die wichtige Frage: Wie viele Auslösungen hat meine Kamera denn schon hinter sich? Wie ernst sollte man die Anzahl an Auslösungen wirklich nehmen?
Wie viele Auslösungen hält der Verschluss
Immer wieder taucht die Frage auf, wie lange der Verschluss einer
Spiegelreflexkamera korrekt funktioniert – wie hoch seine Lebensdauer
ist. Grundsätzlich muss man hier unterscheiden zwischen dem Fall, dass
der Verschluss sich gar nicht mehr rührt, und das der Verschluss
ungenau arbeitet. Die verschiedenen Hersteller von Spiegelreflexkameras
geben sich meist bedeckt, was die Nennung von der Anzahl der maximal
möglichen Auslösungen / Verschluss-Lebensdauer angeht. Dies ist
nachvollziehbar, denn eine konkrete Angabe über die
Verschluss-Lebensdauer ist in der Tat nicht möglich. Der Verschluss ist
ein typisches Verschleißteil und seine Haltbarkeit damit nur ungefähr
bestimmbar. Es gibt Berichte, nach denen der Verschluss schon nach
einigen hundert Auslösungen kaputt ging. Es wird hin und wieder aber
auch genau das Gegenteil berichtet. So hat jede Spiegelreflexkamera,
sei sie auch baugleich, ihre eigene Lebensdauer.
Einschätzung der Verschluss Lebensdauer
Grundsätzlich kann man
aber die Lebensdauer vom Verschluss wie folgt einschätzen. Consumer
Spiegelreflex Kameras wie die Canon Modelle 350D und 400D werden auf
ca. 60.000 Auslösungen ausgelegt sein. Profikameras wie die Canon 1D
sind auf ca. 150.000 Auslösungen ausgelegt. Es finden sich
verschiedenste Angaben zum diesen Thema im Internet. So werden häufig
25.000 Auslösungen Verschluss-Lebenszeit für die Canon 350D genannt.
Interessanterweise finden sich dagegen sehr wenig Berichte, über den
tatsächlichen Defekt vom Verschluss in dem Bereich von unter 60.000
Auslösungen.
Zusammenfassend kann man also sagen, dass man die Anzahl der
Auslösungen nicht überbewertet werden sollte – einzig sinnvoll ist es,
ab einer gewissen, hohen Anzahl an Auslösungen anzufangen, für eine
neue Spiegelreflexkamera zu sparen. Geht der Verschluss dann in der Tat
plötzlich kaputt, kann eine neue Kamera direkt angeschafft werden.
Die Anzahl an Auslösungen herausfinden
Nichts desto trotz – die Anzahl der bereits getätigten Auslösungen kann
in verschiedenen Fällen interessant sein. Sei es für den Verkauf einer
Spiegelreflexkamera, wo der potentielle Kunde wissen möchte, wie viele
Auslösungen die Kamera bereits hinter sich hat. Oder sei es für die
Abschätzung der verbleibenden Lebenszeit der Spiegelreflexkamera.
Auslösungen feststellen – Profigerät (z.B. Canon EOS 1D Mark)
Besitzen Sie eine Profikamera von Canon, wie z.B. die Canon EOS 1D Mark
II N, dann ist es relativ einfach, die Anzahl an Auslösungen
herauszufinden. Schauen Sie dazu einfach in die zuletzt aufgenommene
jpg Datei und suchen Sie nach dem EXIF Eintrag „unknown 13“. Sie finden
im dritten Teil die Anzahl der Auslösungen. Wenn Sie im zweiten Teil
des EXIF Eintrags einen Wert x finden, der größer als 0 ist, dann
addieren Sie zum Wert aus Teil drei das Produkt aus x mal 65.536.
Anzahl der Auslösungen = EXIF Eintrag 3 + x * 65.536 wobei x = EXIF Eintrag 2
Auslösungen feststellen – Consumer Gerät (z.B. Canon 400D)
Besitzen Sie dagegen eine Consumer Kamera wie die Canon 400D, 40D oder
350D, dann können Sie die Anzahl der Auslösungen nicht bequem über den
EXIF Parameter feststellen. Hier wird über den Datei- und den
Ordnernamen die Anzahl festgestellt.
Schritt 1 - Auslösungen herausfinden – unter 10.000 Auslösungen
Zuerst fertigen Sie ein paar Testaufnahmen mit einer leeren
Speicherkarte an und öffnen dann den neuen Ordner auf Ihrem PC. Schauen
Sie sich dann die letzte Bilddatei in diesem Ordner an. Die Dateinamen
sind vierstellig und so können Sie die Anzahl der Auslösungen relativ
exakt allein schon durch den Namen der letzten Bilddatei feststellen.
Ein Beispiel für unter 10.000 Auslösungen
Nehmen wir an, das zuletzt geschossene Foto hat den Dateinamen
IMG_5641.JPG. Dann haben Sie u.U. bis jetzt 5641 Auslösungen gehabt.
Diese Methode ist natürlich nur dann relativ korrekt, wenn Sie in der
Tat erst unter 10.000 Fotos mit dieser Kamera geschossen haben.
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