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Tipp - Astrofotos

Richtige Astrophotos sind nur unter bestimmten Voraussetzungen zu machen. Ein Teleskop, eine Kamera, gewisses Grundwissen und viel Geduld sind entscheidend! Zudem sollte man moderne Helfer wie WCS Webcamscheinern oder Computerteleskope nutzen. Dies spart viel Zeit!

Tipp - Einsteiger

Mein Rat: Einfach loslegen! Irgendeine Kamera nehmen und versuchen Aufnahmen vom Nachthimmel zu machen. Dann gehts automatisch weiter! Für viele ist es sehr reizvoll solche Bilder zu machen. Zu Recht! Nur: Übung macht den Meister. Und eine Materialschlacht am Anfang ist zu vermeiden!

Tipp - Technische Herausforderung

Ob Computerteleskop arbeiten oder mit einem Kaufhausteleskop - die Technik bietet viele Herausforderungen! Scheinern, Nachführung, Positionierung u.v.m. Deswegen mein Tipp: Jeden Arbeitsschritt dokumentieren - Ein Best Practise Dokument führen! So bekommen Sie Struktur und lösen Probleme schneller!
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High Tech vom Feinsten Drucken
Montag, 3. September 2007
 

Nachführung

Das wichtigste bei der Astrofotografie ist eine sehr genaue Nachführung. Aufgrund der Erddrehung scheinen die Sterne während einer Nacht über den Himmel zu wandern. Sternbilder gehen auf und wieder unter. Die Planeten bewegen sich zudem auf eigenen Bahnen. Je höher man vergrößert desto eindrucksvoller zeigt sich die Erddrehung. Schon bei der Stativfotografie mit Vergrößerungen von maximal 6-fach ist die Erddrehung nach ca. 5 Sekunden Belichtungszeit ein massives Problem. Das LX200 vergrößert sinnvoll bis 500-fach! Hier rasen die Sterne dann durch Gesichtsfeld.
 
Somit muss die Erddrehung motorisch auskorrigiert werden. Es gibt zwei verschiedene Methoden.
 
Azimutale Ausrichtung
Bei dieser Aufstellung des Teleskops (siehe oben) wird über die Rektaszension (horizontale Achse) und die Deklination (vertikale Achse) nachgeführt. Der Vorteil ist der einfach, schnelle Aufbau. So kann nach meinen Erfahrungen bis 4 Minuten belichtet werden, bis nicht mehr korrekt nachgeführt wird. Für den Anfang ist dies vollkommen ausreichend. Lichtschwache Galaxien und andere Objekte benötigen aber deutlich längere Belichtungszeiten.
Ungenau wird die Nachführung nach den besagten 3 Minuten, da zum einen eine Bildfeldrotation auftritt und zum anderen die Nachführung über zwei Achsen Ungenauigkeiten mit sich bringt. Die Bildfeldrotation resultiert aus der fehlenden Ausrichtung auf den Himmelsnord um den sich die Gestirne drehen (Erdrotation).
 
Korrigieren kann man dies mit einem Bildfeldderotator oder mit eine Polhöhenwiege. Ich werde in kurzer Zeit eine Polhöhenwiege anschaffen, da der Bildfeldderotator teuerer ist und die Baulänge des Teleskops weiter verlängert.
 
Parallaktische Ausrichtung
Bei dieser für die Astrofotografie optimalen Ausrichtung wird das Teleskop auf einer Polhöhenwiege aufgebaut. Die Idee ist, das Teleskop mit seiner zentralen Achse auf den wahren Himmelspol auszurichten (liegt nicht genau im Polarstern, sondern ca. 1° daneben!). Nun muss das Teleskop nur noch über die Rektaszension (horizontale Achse) nachgeführt werden. Eine Fehlerquelle weniger was die ungenaue Nachführung angeht. Die verbleibende Nachführachse, und das ist die Besonderheit des LX200, in ihrer Qualität jetzt noch deutlich verbessert werden: mit SMART Drive.
 

Smart Drive

Smart Drive ist eine Technik, welche den Schneckenradfehler auskorrigiert. Jede Nachführachse wird über ein ca. 170mm großes Schneckenrad nachgeführt. Kein Schneckenrad ist vollkommen fehlerfrei. Da die Nachführung extrem genau sein sollte ermöglicht SMART Drive, den Fehler selbst auszukorrigieren. Es wird ein Nachführstern angefahren und durch ein beleuchtetes Fadenkreuzokular ca. 20 Minuten lang bei hoher Vergrößerung beobachtet. Der Beobachter muss nun mit der Teleskopsteuerbox den Stern immer genau in der Mitte halten. Während dieser Zeit reißt der Stern mehrmals aus der Mitte aus. Eine sofortige Korrektur muss vorgenommen werden. Nach der Prozedur werden die Steuerbefehle des Bedieners gespeichert und in Zukunft der Schneckenradfehler automatisch korrigiert. Smart Drive kann durch mehrmaliges Durchführen immer genauer gemacht werden. Diese technische Raffinesse ist nur im parallaktischen Modus möglich, da hier keine Bildrotation auftritt.
Somit ist nun die Langzeitbelichtung (ab drei Minuten bis Ende offen) problemlos möglich, vorausgesetzt man hat alle anderen Parameter (Zeit, Ort, Initialisierung) perfekt eingestellt.
 
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 24. November 2007 )
 
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