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Grundlagen ETX EOS Drucken
Freitag, 24. August 2007
 

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EOS 350D am ETX inklusive Gegengewichtsystem
Spezielle Funktionen

Die EOS Kamera 350D bietet im Gegensatz zum Vorgängermodell 300D einige sehr nützliche neue Features. So ist es zum Beispiel möglich Darkframes zu erstellen und von den Rohbildern in der Kamera abzuziehen! Dies geschieht vollautomatisch. Es ist zudem auch immens wichtig, da das Ausleserauschen schon nach ca. 8 Minuten intensivst auf der rechten Bildseite zu sehen ist und das gesamte Bild zerstört. Zudem werden die nervigen Hotpixel eliminiert. Dies funktioniert absolut tadellos.

Dazu kommt die genauso wichtige Funktion der Spiegelvorauslösung. Das Hochklappen des Spiegels vor dem Auslösen überträgt so starke Vibrationen auf das Teleskop, dass das Bild unbrauchbar wird. Die Vorauslösefunktion bewirkt, dass der Spiegel hochklappt, die Aufnahme aber erst gestartet wird, wenn das Teleskop sich ausgeschwungen hat. Die Spiegelvorauslösung-Funktion kann sogar auch von DSLR Focus gesteuert werden.  Dies macht die Bedienung im Gesamtsystem noch einfacher.

 

Fokussierung der EOS 350D am ETX

Das Fokussieren gilt als die größte Herausforderung in  der Astrofotografie. Ein gutes Bild macht ganz besonders die Schärfe aus. Gerade bei detailreichen Objekten wie Planeten, Galaxien und Kugelsternhaufen ist eine Unschärfe absolut ärgerlich - es werden massenweise Details verschenkt. Somit muss dem Fokussieren größte Wichtigkeit beigemessen werden.
 
Die EOS kann ich nun nach langem Üben einigermaßen gut fokussieren. Hier die Vorgehensweise:
 
Bevor das Objekt zentriert wird suche ich mir einen hellen Stern und setze vorne auf dem Teleskop eine selbstgebaute Hartmannmaske auf BILD. Das Sternenbild wird nun so lange in drei Teilen gezeigt, bis es im perfekten Fokus ist. Die von mir verwendete verbesserte Hartmann Maske hat den Vorteil, dass die Spitze des Dreiecks immer dorthin zeigt wohin fokussiert werden muss. Fährt man über den Fokus dreht sich das Dreieck um. Diese Prozedur wird mit ansteigenden Vergrößerungen durchgeführt - denn wenn der Stern schließlich punktförmig erscheint, ist er bei einer höheren Vergrößerung wieder dreigeteilt, da er noch nicht im perfekten Fokus war.

Nach dieser ca. 5-10 Minuten dauernden Prozedur ist das Fokussieren beendet. Es muss erst bei einem Kamerawechsel oder bei starken Temperaturveränderungen (Fokus verschiebt sich) erneut durchgeführt werden. Deswegen: So selten wie möglich das Aufnahmesystem umbauen :) Eine automatische Fokussierung per DSLR Focus 3.0 ist in Vorbereitung & nicht allzu leicht zu realisieren.
 
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 1. September 2007 )
 
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