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Mittwoch, 20. Dezember 2006 |
Voraussetzungen für WCS und das Webcamscheinern
Zuerst einmal sollte man die Theorie des Scheinerns grob verstehen und sich mit der klassischen Methode an sich vertraut machen! Somit kann man die Korrekturangaben des Programms auf
Richtigkeit prüfen - insbesondere die Korrekturrichtung! Ich empfehle die Beherrschung der Grundlagen dringenst!
Ganz wichtig: ...
...Die Methode funktioniert nur bei einer
parallaktischen Aufstellung des Teleskops! Haben Sie also keine
Möglichkeit die Polhöhe mittels einer Polhöhenwiege einzustellen,
können Sie diese Methode des Scheinerns leider nicht nutzen.
Vorbereitung und korrekter Aufbau
Zuerst einmal sollte das Teleskop gut ausbalanciert
werden , ggf. mit Gegengewichten. Eine gute Nivellierung ist auch
erforderlich. Das Teleskop sollte absolut waagerecht stehen. Die
Software WCS von http://wcs.ruthner.at/ wird installiert.
Nun muss die Polhöhenwiege grob poljustiert werden. Der Polarstern wird in einem 26mm Okular
zentriert. Es folgt die Montage der ToUCam Pro II Webcam welche umgedreht installiert wird (Kabel geht
nach oben weg) !
Wie Webcam wird angeschlossen und initialisiert - das Programm WCS wird
gestartet. Wichtig: Keine Anbauteile (Zenitspiegel) verwenden – Webcam
direkt an
1,25’’ Ausgang anschließen ! Eine Teleextender oder eine Barlow Linse
ist für das Scheinern mit WCS nicht notwendig.
Erster Punkt ist die Überprüfung der horizontalen Sternbewegung in WCS
anhand des Gitternetzes. Durch leichtes Drehen der Kamera wird die
horizontale Sternbewegung parallel zu den Gitternetzlinien
ausgerichtet.
Jetzt arbeiten Sie folgende Checkliste ab um zum Ziel zu kommen:
Schritt 1 – Azimut einstellen
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Stern im Süden (RA=0°) und am besten auf DEC = 0° auswählen
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Deklination direkt am Teleskopseitenteil ablesen,
ungefähre Angaben auf ½ Grad genau reichen
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Format für genauere Angaben lautet: +-05°30,0
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Möglichst lange Messungen fahren und optisch
kontrollieren
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Wenn der Fehlerwert sehr hoch ist, kann die Messung
kürzer sein (60sec)
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Wenn die Fehler unter 2000 liegen längere Messungen
fahren = über 120sec
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Bei viel Wind längere Messungen fahren und den Stern
mit höherem Gain (ToUCam Steuerung) belichten, damit die Stern-Eigenbewegung
minimiert wird
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Korrekturangaben des Programms voll ausführen, also bei
Angabe 7x dies tun => 7mal wirklich machen
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Lieber immer etwas weniger korrigieren, also zum Bsp.
Statt 7x 6,5x
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Letzte Messung sollte etwas länger dauern um eine
perfekte Einstellung zu bekommen
Schritt 2 – Polar einstellen
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Wenn Fehler größer als 1000 ist dann die Korrektur wie
folgt vornehmen:
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Abwechselnd mit der Handbox den Stern ins Display
fahren und die Polhöhe ändern
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Ruhig viele Korrekturen durchführen – bei großem Fehler
(8000) Polhöhe einige Umdrehungen verringern und neue Messung durchführen
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Wenn der Fehler klein ist (500) dann sehr vorsichtig
mit mehreren Messungen ans Optimum korrigieren
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Ab unter 100 auf „Korrektur“ klicken und ein Stern im
Süden anfahren. In der Gegend REC = 0 und DEC=0
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Korrektur nach WCS Vorgabe durchführen
Viel Erfolg und bringen Sie ein bisschen Geduld und Zeit mit - dann wird es klappen!
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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 17. Januar 2008 )
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