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Schnell gemacht
Die Optimierung von äußeren Problemstellen des ETX ist schnell gemacht und zahlt sich direkt aus. Nachfolgend werden die wichtigsten Themen behandelt, die jeder ETX Besitzer kennen sollte.
Schritt 1 - Teilkreisoptimierung
Am linken Gabelarm vom ETX Teleskop ist der Teilkreis für
die Deklination zu finden. Dieser ist für die korrekte Initialisierung des ETX
extrem wichtig. Nur mit einem richtig eingestellten Teilkreis kann ein gutes
GoTo erreicht werden.
Der Teilkreis hat im Auslieferungszustand die Eigenschaft,
sich andauernd zu verstellen. Auf ihn ist so kein Verlass. Schrauben Sie den
Drehknopf auf der linken Seite ab und bringen Sie zwei kleine Stücke
Isolierband auf der Innenseite des Drehknopfs an. So wird der Teilkreis in Zukunft besser
halten und sich nicht dauernd wieder verstellen.
Schrauben Sie nun den Drehknopf wieder fest – handwarm und
nicht knallhart. Legen Sie eine Wasserwage parallel zum Tubus auf das ETX. Lösen
Sie den rechten Drehknopf um die DEC Achse bewegen zu können. Stellen Sie das
ETX so ein, dass es genau in der Waage ist. Fixieren Sie dann den rechten
Drehknopf.
Nun wird der Drehknopf auf der linken Seite etwas gelockert
und der Teilkreis auf 0 Grad eingestellt. Drehknopf wieder festziehen. Fertig
ist der erste Schritt vom ETX Tuning!
Schritt 2 - Deklinationswackeln
Der ETX Tubus wird über sog. Haltearme mit der Montierung
verbunden. Diese Haltearme befinden sich auf der linken und rechten Seite
direkt am Tubus. Sie bestehen aus Kunststoff und haben eine längliche Form. Über sie wird
der Tubus in der Montierung gehalten.
An jedem Haltearm befindet sich ein kleiner,
konischer Zapfen. Dieser dient zur Fixierung der Haltearme in der Montierung.
Genau diese Verbindung hat manchmal deutliches Spiel.
Testen Sie diese Verbindung auf eventuelles Spiel, indem Sie
den Tubus bei festgezogener DEC Klemmung vorsichtig vorwärts und rückwärts
bewegen. Achten Sie dabei genau auf die Verbindungstelle zwischen Haltearmen und Gabelarmen. Ist dort Spiel zu erkennen oder zu spüren, sollte das ETX auch hier
optimiert werden.
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Dazu bauen Sie den ETX Tubus vorsichtig aus. Dies gelingt, indem sie die beiden Imbusschrauben
im jeweiligen Haltearm herausschrauben. Danach bewegen Sie den Tubus vorsichtig
mal zur rechten, mal zu linken Seite und ziehen Sie ihn dabei nach hinten heraus. Mit
etwas Geduld und Fingerspitzengefühl halten die den Tubus bald schon in der
Hand. Bloß keine rohe Gewalt anwenden, denn die Kunststoff-Haltearme sind nicht
allzu massiv.
Legen Sie den Tubus bei Seite und schauen Sie sich die
Haltearme einmal genauer an. Nehmen Sie die Haltearme heraus und schauen Sie sich den Zapfen genau an.
Dieser sollte nun mit einem Stück Teflon-Band umwickelt werden. Probieren Sie
aus, wie viel Teflonband notwendig ist, um das Spiel zu eleminieren.
Empfehlenswert ist es, dass Teflonband anschließend mit etwas Lithium Fett einzureiben.
So gelingt das Hereinstecken des Haltearms in den Gabelarm leichter. Die Verbindung Gabelarm und Haltearm sollte danach zwar spielfrei aber auch noch gängig sein.
Bauen
Sie nun den Tubus wieder ein. Auch hier wieder mit Gefühl und ohne rohe
Gewalt.
Schritt 3 - Optimierte Drehmomentübertragung
Die Drehknöpfe fixieren den linken Teilkreis sowie die DEC Achse (rechts). Besonders
auf der rechten Gabelarmseite, dort wo die DEC Achse fixiert wird, waltet ein
größeres Drehmoment. Dieses ist sehr wichtig – ohne eine gewisse Kraft, kann die
DEC Achse nicht fixiert werden. Deshalb sollte besonders auf der rechten
Gabelarmseite die Kraftübertragung optimiert werden.
Dazu schrauben Sie die Drehknöpfe auf beiden Seite ab.
Nehmen Sie die Teilkreise (links und rechts) heraus. Bringen Sie nun auf jeder Seite eine Faser-Unterlegscheibe auf der Achse an. Diese
Unterlegscheibe muss exakt in die äußere Gabelausparung passen. Sie drückt dann
idealerweise gegen die Außenseite des oben beschriebenen Zapfens. Die
erwünschte Auswirkung: Das Drehmoment wird beim Festziehen auf die Scheibe und
nicht auf die dünnen, empfindlichen Teilkreise übertragen.
Sind die beiden
Unterlegscheiben in Position, bringen Sie die Teilkreise wieder an und
schrauben die Drehknöpfe wieder ein. Prüfen Sie unbedingt, ob das Ziel der
optimierten Kraftübertragung erreicht ist. Beobachten Sie dazu den jeweiligen
Teilkreis beim Festziehen des Drehknopfs auf eventuelle Verbiegung. Priorität
hat in jedem Falle die rechte, die DEC Klemmungsseite! Hier sollte das Optimierungsergebnis perfekt sein.
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