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Sonntag, 7. Oktober 2007

Meade ETX Tuning aussenSchnell gemacht

Die Optimierung von äußeren Problemstellen des ETX ist schnell gemacht und zahlt sich direkt aus. Nachfolgend werden die wichtigsten Themen behandelt, die jeder ETX Besitzer kennen sollte. 

Schritt 1 - Teilkreisoptimierung

Am linken Gabelarm vom ETX Teleskop ist der Teilkreis für die Deklination zu finden. Dieser ist für die korrekte Initialisierung des ETX extrem wichtig. Nur mit einem richtig eingestellten Teilkreis kann ein gutes GoTo erreicht werden.

Der Teilkreis hat im Auslieferungszustand die Eigenschaft, sich andauernd zu verstellen. Auf ihn ist so kein Verlass. Schrauben Sie den Drehknopf auf der linken Seite ab und bringen Sie zwei kleine Stücke Isolierband auf der Innenseite des Drehknopfs an. So wird der Teilkreis in Zukunft besser halten und sich nicht dauernd wieder verstellen.

Schrauben Sie nun den Drehknopf wieder fest – handwarm und nicht knallhart. Legen Sie eine Wasserwage parallel zum Tubus auf das ETX. Lösen Sie den rechten Drehknopf um die DEC Achse bewegen zu können. Stellen Sie das ETX so ein, dass es genau in der Waage ist. Fixieren Sie dann den rechten Drehknopf.

Nun wird der Drehknopf auf der linken Seite etwas gelockert und der Teilkreis auf 0 Grad eingestellt. Drehknopf wieder festziehen. Fertig ist der erste Schritt vom ETX Tuning!

Schritt 2 - Deklinationswackeln

Der ETX Tubus wird über sog. Haltearme mit der Montierung verbunden. Diese Haltearme befinden sich auf der linken und rechten Seite direkt am Tubus. Sie bestehen aus Kunststoff und haben eine längliche Form. Über sie wird der Tubus in der Montierung gehalten.

An jedem Haltearm befindet sich ein kleiner, konischer Zapfen. Dieser dient zur Fixierung der Haltearme in der Montierung. Genau diese Verbindung hat manchmal deutliches Spiel.

Testen Sie diese Verbindung auf eventuelles Spiel, indem Sie den Tubus bei festgezogener DEC Klemmung vorsichtig vorwärts und rückwärts bewegen. Achten Sie dabei genau auf die Verbindungstelle zwischen Haltearmen und Gabelarmen. Ist dort Spiel zu erkennen oder zu spüren, sollte das ETX auch hier optimiert werden.

 

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Dazu bauen Sie den ETX Tubus vorsichtig aus. Dies gelingt, indem sie die beiden Imbusschrauben im jeweiligen Haltearm herausschrauben. Danach bewegen Sie den Tubus vorsichtig mal zur rechten, mal zu linken Seite und ziehen Sie ihn dabei nach hinten heraus. Mit etwas Geduld und Fingerspitzengefühl halten die den Tubus bald schon in der Hand. Bloß keine rohe Gewalt anwenden, denn die Kunststoff-Haltearme sind nicht allzu massiv.

Legen Sie den Tubus bei Seite und schauen Sie sich die Haltearme einmal genauer an. Nehmen Sie die Haltearme heraus und schauen Sie sich den Zapfen genau an. Dieser sollte nun mit einem Stück Teflon-Band umwickelt werden. Probieren Sie aus, wie viel Teflonband notwendig ist, um das Spiel zu eleminieren. Empfehlenswert ist es, dass Teflonband anschließend mit etwas Lithium Fett einzureiben. So gelingt das Hereinstecken des Haltearms in den Gabelarm leichter. Die Verbindung Gabelarm und Haltearm sollte danach zwar spielfrei aber auch noch gängig sein. 

Bauen Sie nun den Tubus wieder ein. Auch hier wieder mit Gefühl und ohne rohe Gewalt.

Schritt 3 - Optimierte Drehmomentübertragung

Die Drehknöpfe fixieren den linken Teilkreis sowie die DEC Achse (rechts). Besonders auf der rechten Gabelarmseite, dort wo die DEC Achse fixiert wird, waltet ein größeres Drehmoment. Dieses ist sehr wichtig – ohne eine gewisse Kraft, kann die DEC Achse nicht fixiert werden. Deshalb sollte besonders auf der rechten Gabelarmseite die Kraftübertragung optimiert werden.

Dazu schrauben Sie die Drehknöpfe auf beiden Seite ab. Nehmen Sie die Teilkreise (links und rechts) heraus. Bringen Sie nun auf jeder Seite eine Faser-Unterlegscheibe auf der Achse an. Diese Unterlegscheibe muss exakt in die äußere Gabelausparung passen. Sie drückt dann idealerweise gegen die Außenseite des oben beschriebenen Zapfens. Die erwünschte Auswirkung: Das Drehmoment wird beim Festziehen auf die Scheibe und nicht auf die dünnen, empfindlichen Teilkreise übertragen.

Sind die beiden Unterlegscheiben in Position, bringen Sie die Teilkreise wieder an und schrauben die Drehknöpfe wieder ein. Prüfen Sie unbedingt, ob das Ziel der optimierten Kraftübertragung erreicht ist. Beobachten Sie dazu den jeweiligen Teilkreis beim Festziehen des Drehknopfs auf eventuelle Verbiegung. Priorität hat in jedem Falle die rechte, die DEC Klemmungsseite! Hier sollte das Optimierungsergebnis perfekt sein. 



technorati tags:
etx  tubus  dec 
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 7. Oktober 2007 )
 
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