|
Seite 1 von 4
 Diese umfangreiche Ausgabe vom Bildagentur Test befasst sich wiederum mit den
aktuellen Trends und Verkaufserlösen im Bereich der Bildagenturen,
inklusive einiger Analysen und Einschätzungen aus der Praxis. Welche
Bildagentur entwickelt sich, aus Sicht der Fotografen, günstig? Wie
sind Neuerungen wie das Abo Modell von Fotolia einzuschätzen? Zudem
wieder aktuelle Tipps, Tricks und News zum Thema Fotos verkaufen. Neu: Ausführliche Traffic Analyse - wie viele Besucher haben die Bildagenturen wirklich?
Bildagentur Fotolia - Wächst und wächst
Bei Fotolia verkaufe ich seit dem ersten Tag die meisten Bilder. Dies war auch im Mai und im Juni so, wie die Analyse gleich deutlich zeigen wird. Bekanntlich hat die Bildagentur Fotolia nun ein Foto Abo Modell eingeführt, die dem der Bildagentur Shutterstock sehr ähnelt. Kein Wunder, denn Fotolia verspricht sich mit dieser Maßnahme einen neuen, zusätzlichen Kundenkreis und damit wachsende Umsätze. Umsätze, die auch dem Fotografen zu gute kommen sollen. Auch gibt es neues in Sachen Foto Selektion, denn Fotolia Deutschland meldet sich zu Wort.
Foto Verkauf bei Fotolia - Das Performance Chart
 Eine Neuigkeit auf FCS Digitalfotografie ist das Fotolia Performance Chart. Das Diagramm zeigt die monatlichen Views, also wie oft potentielle Kunden meine Bilder angeschaut haben, die Anzahl der Bilder im Portfolio, die verdienten Credits, die Anzahl der Downloads / Bildverkäufe und einen Performance Indikator. Die roten Balken, Anzahl der Bilder, zeigen zudem den Anteil der bei Fotolia exklusiv angebotenen Bilder. Denn das exklusive Anbieten steigert die Verkaufsprovision auf satte 50% und beeinflusst damit den Performance Indikator. Durch eine logarithmische Darstellung, wird eine bessere Übersicht ermöglicht. Am jeweiligen Messpunkt sind die absoluten Zahlen aufgetragen.
Ganz im Sinne des Ziels "Effizienzsteigerung beim Verkauf von Fotos" ist der Performance Indikator definiert. Er berechnet sich aus dem Anteil "verkaufte Fotos" zu "verdienten Credits" im Verhältnis zur Portfoliostärke und den verdienten Credits. Somit steigt dieser Indikator, wenn weniger Bilder für mehr Credits verkauft werden und wenn die Anzahl der insgesamt angebotenen Bilder sinkt. Kurzum: Maximaler Gewinn, bei minimalem Einsatz. Es sei betont, dass dieser Chart nicht auf jedes Bild Portfolio übertragbar ist. Es kommt ganz entscheidend auf die angebotenen Motive und die Bildqualität an. Dieses Monitoring wird nur für Fotolia erstellt, da keine andere Bildagentur eine so umfangreiche Statistik anbietet und da ich nur bei Fotolia ausreichend Fotos verkaufe, um eine sinnvolle Statistik zu erstellen.
Foto Verkauf bei Fotolia - Die Analyse
Im Rückblick auf die vergangenen Ausgaben vom Bildagentur Test zeigen sich hier die Auswirkungen meines Handelns. Im März habe ich damit begonnen, bei Fotolia Fotos vermehrt exklusiv anzubieten. Exklusiv heißt, dass ein Foto nur bei Fotolia angeboten werden darf, dafür aber 50% Provision ausgeschüttet werden. Zudem kann der Fotograf ab insgesamt 100 Downloads die Verkaufspreise deutlich erhöhen. Voraussetzung ist, dass der Fotograf das Foto exklusiv anbietet. Ich habe meine Top Seller deshalb auf exklusiv umgestellt und den Preis auf die höchst mögliche Stufe gesetzt. Details dazu finden sich in den letzten Ausgaben des Bildagentur Tests. Gut sichtbar ist der Einbruch an Downloads, bei gleichzeitigem Anstieg der Fotolia Credits Erträge. Die Preiserhöhung senkt also tatsächlich die Verkaufschancen der Fotos, wirkt sich aber letztendlich für den Fotografen positiv aus. Er verkauft weniger Bilder für mehr Geld. Im Schnitt verkaufe ich jedes Mal eine L Lizenz, ca. 3€.
Im Juni sank die sonst sehr stabile Anzahl an Views überraschend um satte 43%, die Verkaufserlöse sanken dabei um 26%. Fraglich ist, was der Grund dafür sein könnte. Eine Traffic Analyse bestätigt den Traffic Rückgang eindeutig. Somit liegt dieser Rückgang nicht an meinem Portfolio, sondern betrifft alle Fotolia Fotografen. Es handelt sich ganz klar um einen saisonalen Effekt, der im gesamten Bildmarkt zu beobachten ist (siehe unten).
Die Juni Einnahmen sind kräftig gefallen, was mich dazu motiviert wieder mehr Zeit in mein Fotolia Engagement zu stecken. In den letzten 4 Monaten habe ich, aufgrund Zeitmangel und fehlender Kamera (Umstieg von Canon 350D auf 40D) keine neuen Fotos hochgeladen.
Fotolia News - Das Fotolia Abo, die Volumen Foto Flatrate in der Kritik
 Die meisten Fotolia Fotografen konnten bereits Verkäufe über das neue Fotolia Abonnement verzeichnen und waren dabei allesamt von den niedrigen Erträgen überrascht. Ich selbst habe erst ein Foto über das Fotolia Abo verkauft und damit 0,31 Cent erzielt - eine L Lizenz. Natürlich ist dies wirklich wenig Geld für ein gutes Foto, aber so läuft das Abo System nun einmal. Bei Shutterstock beschwert sich kein Fotograf über diese geringen Verkaufserlöse, da am Ende des Monats meist satte, dreistellige Beträge auf dem Konto liegen.
Die Kritiker des Fotolia Abonemment Modells sagen, dass das Abo Modell den klassischen Preis- / Lizenzbereich kannibalisieren wird - die Kunden nutzen vermehrt das Abo Modell um Fotos zu kaufen, die Verkaufserlöse insgesamt sinken. Die Befürworter dagegen meinen, dass das Abo Modell zusätzliche Käuferschichten anlockt und damit insgesamt den Umsatz steigert. Noch kann man keine Belege für die beiden Thesen bringen, gut zu sehen in den Fotolia Forums Diskussionen. Es hilft also nur eine exakte Analyse der Verkaufszahlen in den kommenden Monaten.
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 Nächste > Ende >>
Trackback(0)
|