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Sinnfreie Foto-Communities?
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| Sinnfreie Foto-Communities? |
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| Samstag, 10. November 2007 | |
7-facher PaukenschlagBerufsfotograf Olaf Bathke sollte es als Profi wissen – sein Artikel „7 Gründe zum Ausstieg aus einer Foto-Community“ ist insbesondere für Hobby- und Amateurfotografen absolut lesenswert. Bathke vertritt die These, dass die Mitgliedschaft in einer Foto-Community nicht zwangsläufig einen fotografischen Lehr- und Mehrwert bietet. Damit widerspricht er vor allem den verheißungsvollen Aussagen der Communities selbst – Sie suggerieren häufig, dass sich das Community Mitglied fotografisch stark weiterentwickelt und viel dazu lernt. So manchen Leser haut dies sicherlich aus den Socken. Ist da was dran? Gründe für den Ausstieg - BewertungIn seinem Artikel nennt Profifotograf Olaf Bathke sieben interessante Gründe für einen baldigen Ausstieg aus Foto-Communities. Sein erster Punkt lautet, dass die User von solchen Communities viel zu viel Zeit mit dem Chatten verbringen. Damit hat er sicherlich Recht – es wird viel geschrieben, teilweise viel zu viel. Beispiele lassen sich in solchen Communities zu Hauf finde. Die Themen werden schnell off-topic und verlaufen dann im Sande. Schade. Als nächstes behauptet Bathke, dass die meisten Bild-Kommentare nicht mit ganzer Ehrlichkeit abgegeben werden. Surft man durch Foto-Communities findet man meist nur gute, positive Kommentare. Ein Zufall? Wahrscheinlich ist es wie im realen, offline Leben: Nicht jeder verträgt Kritik und somit kommt diese meist eher verwaschen und untergründig daher. Das verfehlt natürlich den Sinn & Zweck einer Foto-Community. Der dritte Punkt beschäftigt sich mit der Vermutung, dass solche Communities in gewisser Weise süchtig machen können. So sehr, dass ein Ausstieg sehr schwer sein kann. Dahingehend habe ich zum Glück noch keine Erfahrungen machen müssen. Dies können somit nur wirkliche Foto-Community Profis kommentieren.
Punkt 4 und 5 besagen, dass Foto-Community Mitglieder lieber internen „Moden“ hinterher eifern, als selbst aktiv kreativ zu werden. Einfaches Kopieren von Ideen, wie Bathke richtigerweise resümiert, wird den Amateur- und / oder Hobbyfotografen wenn überhaupt nur minimal künstlerrisch weiter bringen. Frische Ideen braucht der Fotograf – keine alten, neu aufgerollten. Im vorletzten Punkt seiner Argumentation erwähnt Bathke die „Technikverbohrheit“ der Community Mitglieder. Er beschreibt seine Erfahrungen diesbezüglich und kritisiert insbesondere die Gesprächsreduktion auf Bildbearbeitungstechniken. Sicherlich spielt die Bildbearbeitung heutzutage eine große Rolle und hilft auch aus einem relativen ausdruckslosen Foto ein gutes Foto zu machen. Grundlage, und davon bin ich ebenfalls überzeugt, sollte aber immer ein möglichst gutes Rohbild sein. Schon beim Drücken des Auslösers sollte ein „visionärer“ Gedanke das Leitbild sein und der Gedanke an eine mögliche Bildbearbeitung. Zuletzt erwähnt Bathke das Verhaltensmuster in einigen Communities, dass in der „Jagd nach dem besten Foto“ besteht. Seine interessante These lautet: „Die Jagd und Auszeichnung ist nie ehrlich und steht im Einfluss von sicherlich auch gewollten Manipulationsmöglichkeiten der Abstimmung. Im Verhältnis zu echten Wettbewerben haben diese Wettbewerbe keine Reputation.“ Ein sehr interessanter Gedanke, welcher gerade für Community Neulinge interessant und lehrreich sein sollte.
Ausblick, Anregungen & 5x ProBathke schließt seinen Artikel mit lesenswerten, alternativen Anregungen zur Fotografie und der persönlichen fotografischen Weiterentwicklung. Er beschreibt praktikable und funktionierende Alternativen und stellt einen Artikel über „5 Gründe, warum man an einer Foto-Community teilhaben sollte“ in Aussicht. Ein guter Grund bald noch einmal auf olafbathke.de vorbeizuschauen!
Was nun? Stockfotografie?Alles in allem lässt sich ganz klar sagen, dass es mehr Sinn macht fotografieren zu gehen und seine Ideen zu realisieren, als den ganzen Tag vor dem Rechner zu sitzen und zu diskutieren. Nichts desto trotz kann die Mitgliedschaft in einer Foto-Community dennoch Sinn machen. So gibt es durchaus Communities in denen sachlich und direkt kritisiert wird und diese Kritik auch willkommen ist. Ebenfalls ist in manchen Communities auch mal ein konstruktiv, kritischer Bild-Kommentar zu finden. Hier kann man etwas lernen! Man sollte dankbar für jede geäußerte Kritik sein! Im Endeffekt sollte sich jeder seine eigene Meinung über Foto-Communities bilden – am besten basierend auf praktischen Erfahrungen. Mitmachen kostet bekanntlich (meistens) nichts. Olaf Bathke erwähnt in seinem Artikel die Stockfotografie als gutes Mittel seine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern. In diesem Punkt rennt er ebenfalls offene Türen bei mir ein. Seitdem ich ein bisschen in der Stock Fotografie mitmische, bin ich gegenüber meinen Aufnahmen deutlich kritischer geworden. So bewegt man sich in solchen Bildagenturen nicht selten unter Profis und muss somit auch ganz andere Qualitätsmaßstäbe erfüllen. Die eigenen Aufnahmen werden somit automatisch besser. Auch motivieren die teilweise baldigen Bildverkäufe und zeigen, welches Motiv einen Marktwert, eine Nachfrage hat und somit wohl gut gelungen ist! Mehr? Meine praktischen Erfahrungen zum Thema Fotos.
Kernkritikpunkt für mich bleibt: Foto-Communities haben Suchtpotential und kosten bisweilen viel Zeit - ohne das die investierte Zeit fotografisch etwas bringt.
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 18. Februar 2008 ) |